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Systemische Familienaufstellungen – Systemische Beratung von Paaren und Familen Fortgeschrittenenkurs |

Systemische
Familienaufstellungen - Systemische Beratung von Paaren und Familien
Beginn: Oktober 2011
Ausschließlich für Teilnehmende mit Grundkenntnissen in Systemaufstellungen und systemischer Gesprächsführung
14. - 16.10.2011
09. - 11.12.2011
24. - 26.02.2012
27. - 29.04.2012
22. - 24.06.2012
21. - 23.09.2012
Ziel dieser Weiterbildung ist die Vermittlung grundlegender Kenntnisse und Kompetenzen in den Systemischen Familienaufstellungen und in der systemischen Beratung von Paaren und Familien. Familienaufstellungen sind untrennbar mit den systemisch orientierten Beratungs- und Therapieansätzen verbunden. Daher ist diese Weiterbildung so konzipiert, dass wesentliche Grundlagen von Familientherapie in Theorie und Praxis und die beratende Arbeit mit Paaren in Verbindung mit den Familienaufstellungen als einheitliches Weiterbildungswissen vermittelt werden.
Beim Aufstellungsverfahren wird unterschieden zwischen unterschiedlichen Aufstellungsformen und Aufstellungsfeldern: Familienaufstellungen, Krankheitsaufstellungen, Symptomaufstellungen, Systemischen Strukturaufstellungen, (Varga von Kibed / Insa Sparrer), Organisationsaufstellungen, beruflichen Aufstellungen, dramaturgische Aufstellungen, Kreativitätsaufstellungen, .Symbolaufstellungen in der Einzelberatung, Supervision und im Coachen, Aufstellungen mit „personalen Stellvertretern“ in einer Gruppe.
Das Aufstellungsverfahren hat Vorläufer bzw. gründet auf unterschiedlichen therapeutischen und philosophischen Richtungen (Systemischer Theorie, Konstruktivismus, Familien-Rekonstruktion, Hypnotherapie, Gestalttherapie, Psychodrama, u.a.).
Es unterscheidet sich von anderen externalisierenden Verfahren durch Erkenntnisse über „Gesetzmäßigkeiten und Grundlagen der Beziehungsgestaltung in sozialen Systemen“, die in den Aufstellungen zu Tage treten und mit denen unterschiedlich gearbeitet wird.
Die Familienaufstellungen, vor ca. 20 Jahren entwickelt, sind eine Form systemischer lösungsorientierter Arbeit. Sie basieren auf einer Mehr-Generationen-Perspektive und auf elementaren Ordnungen und Gesetzmäßigkeiten in Systemen.
Sie ermöglichen, den einzelnen Menschen in seinen Verstrickungen und familiären Dynamiken zu sehen, welche generationsübergreifenden Wirkungen besitzen.
Die generationsüberschreitenden Auswirkungen familiärer Prägungen und familiärer Traumata wurden schon lange vor der Entwicklung der Methode des Familienstellens in der familientherapeutischen Literatur aufgezeigt, so z.B. von Ivan Borszomeny-Nagy in seinem Werk „Unsichtbaren Bindungen“ oder in den vielfältigen Schriften von Helm Stierlin zur Familientherapie.
Durch die Entwicklung hin zu den Familienaufstellungen ist es möglich geworden, die in der Literatur der Familientherapie geschilderten Vorgänge und “Ver-Störungen”, die in emotionales Leid, in emotionale und somatische Krankheiten führen können, auf neue Weise zu betrachten, sowie die Selbstregulationskräfte von Menschen auf eine neue Weise zu fördern.
Die neuen Erkenntnisse über die inneren Bindungen von Menschen zu ihren Ursprungssystemen, die Erkenntnisse, wie Kräfte und Dynamiken in Familiensystemen auf einer tieferen Ebene wirken, können bei der Arbeit mit Familienaufstellungen bei Menschen neue Kräfte frei setzen, Kräfte, die zur persönlichen Entfaltung und Entwicklung dienen können. Bindungskräfte werden durch das Familienstellen neu verstanden und gewürdigt.
Krankheiten können anzeigen, dass durch belastende Lebensereignisse unsere Möglichkeiten der Selbstregulation gestört sind. Aus Langzeitstudien bei krebskranken Menschen ist z.B. zu erkennen, dass die Kräfte der Selbstregulation aus unterschiedlichen Gründen nicht (mehr) funktionieren bzw. neu entwickelt und gefördert werden muss.
Die Aufstellungen von Krankheits- und Suchtsymptomen können und sollen keine ärztliche Behandlung ersetzen, sondern richten sich primär auf den Bereich der Selbstregulation, also auf Fragen, ob und wie z.B. generationsübergreifende familiäre Begebenheiten und Ereignisse in eher „krankheitsfördernden“ oder „gesundheitsfördernden“ Überzeugungen, Mythen und Grundsätzen aufscheinen (z.B. unsichtbaren Loyalitäten, Hinbewegung zu wichtigen Menschen, Übernahme von Schuld / Verantwortung u.a.).
Über diese Fragestellung hinaus werden beim Aufstellen von Symptomen solche Faktoren betrachtet wie die „Botschaft der Krankheit“ oder ein eventueller „sekundärer Gewinn der Krankheit“. Ziel ist, Reflexionen anzuregen zu inneren Überzeugungen und Haltungen, in einen „Dialog“ zu gehen mit seinen Symptomen.
Stellen Menschen in einer Aufstellungsgruppe gesammelt ihre Familie durch ‘Stellvertreter’ auf, so scheint es, als ob diese Stellvertreter mit einem besonderen „Feld des Wissens“ in Kontakt kommen: Die Stellvertreter übernehmen teilweise Gefühle, Körperreaktionen und Empfindungen, die zum Platz (zur Rolle) derjenigen Person gehörten, die sie vertreten. Diese Empfindungen können unterschiedlich intensiv sein; Menschen erleben als Stellvertreter z.B. Gefühle von Trauer, Abgeschnittenheit oder Zugehörigkeit, Kälte- und Hitze, Übelkeit, Freude und Liebe u.a.
Diese Phänomene der „Stellvertreter“ können als neues, das persönliche „Ich“ übergreifende Informationen angesehen werden, die im Prozess der Aufstellung genutzt werden bzw. diesen auch leiten.
Diese „stellvertretenden Informationen“ bedürfen i.d.R. der Deutung - ebenso wie z.B. die „Sprache des Traumes“ der Deutung bedarf. Die Teilnehmer der Weiterbildung lernen, die „stellvertretenden Informationen“ zu erfassen, zu verstehen und mit diesen prozessorientiert zu arbeiten.
Die „Systemischen Familienaufstellungen“ werden auf der Grundlage von familientherapeutischer Forschung, Lehre und Praxis vermittelt und verbinden die Erkenntnisse der systemischen Familientherapie und der Systemtheorie mit den Erkenntnissen des Aufstellungsverfahrens. Schwerpunkt der Weiterbildung sind die Praxis des Familienstellens sowie die systemische Beratungsarbeit mit Paaren und Familien. Über die systemische Familientherapie hinaus werden Reflexionen zu Konzepten humanistischer Psychologie, die für das Aufstellungsverfahren bedeutsam sind, angeregt.
Die Weiterbildung vermittelt die Grundlagen systemisch-phänomenologischen Vorgehens bei Familienaufstellungen und Symptomaufstellungen sowie die systemische Arbeit mit Paaren und Familien im Zusammenhang mit dem Aufstellungsverfahren.
Sie bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, diese in die eigene Praxis zu integrieren und die Fähigkeit zu eigenständiger Aufstellungsarbeit zu entwickeln. Die Aufstellungsarbeit findet anhand von Fallbeispielen aus der Praxis der Teilnehmer statt. Schwerpunkte sind:
„Gesetzmäßigkeiten und Ordnungen“ in Familiensystemen
Musterentwicklung und Musterunterbrechung
Entwicklungspsychologie und Störungen der Eltern-Kind-Beziehung
Entwicklung von Symptomen – Arbeit mit Symptomen.
Generationsübergreifende „Weitergabe“ traumatischer Ereignisse / Verstrickungen
Die symbolhaltige Bildsprache von Systemaufstellungen
Phänomene der „stellvertretenden Wahrnehmung“ und der energetischen Aspekte des Aufstellens
Aufstellungsarbeit mit unterschiedlichen Familiensystemen.
Aufstellungsarbeit mit Paaren.
Theoretische Konzepte zur Familientherapie aus unterschiedlichen psychologischen Schulen.:
1. Paare als System
Neubildung von Systemen, Musterentwicklung, Musterunterbrechung
Paardynamiken, lösungsfokussierte Arbeit mit Paaren, systemische Interventionen, Aufstellungswissen und Aufstellungen mit Paaren
2. Eltern und Kinder
Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern als Symptom, Interaktionsmuster in Familien, dysfunktionale Verhaltens- / Interaktionsmuster in Familien, Verstrickungen in Familien und Weitergabe von Verstrickungen, systemische Interventionen und die Arbeit mit Familien, Aufstellungswissen und Familienaufstellungen
3. Psychosomatik, Krankheit und Symptom
Systemische Sichtweise psychosomatischer Erkrankungen, Symptome als Ausdruck blockierter Entwicklung des Systems, Dynamiken die zu Krankheiten führen aus der Sicht des Familienstellens, systemische Interventionen, Aufstellungswissen und Symptomaufstellungen
4. Depression und Schizophrenie
Einführung in Depression und Schizophrenie nach dem ICD-10, dysfunktionale Kommunikations- und Interaktionsmuster bzw. Kommunikationsabweichungen in Familien mit als depressiv / schizophren bezeichneten Familienmitgliedern, Verstrickung und Weitergabe in Familien mit als depressiv / schizophren bezeichneten Familienmitgliedern, Aufstellungswissen und Familienaufstellungen
5. Adoption, Missbrauch, Gewalt, Täter und Opfer
Dynamiken bei Missbrauch, Gewalt, Opfer- und Täterkonstellationen in Familien, Schuld und Sühne, Verantwortung der Täter, Täter- und Opferenergien in der Weitergabe, Folgen des (unbewältigten) 2. Weltkrieges in Familien, Familienaufstellungen bei Adoptiv- und Pflegekindern, Aufstellungswissen und Familienaufstellungen,
6. Gruppendynamik und Gruppenleitung
Das „wissende Feld“, die Qualität der „Sammlung“, die „stellvertretende Wahrnehmung“, Umgang mit Widerstand, Übertragung und Gegenübertragung, schwierige Gruppenkonstellationen, funktionale und dysfunktionale Führung und Leitung von Gruppen, Umgang mit starken Emotionen.
Teilnahmevoraussetzungen:
Die Weiterbildung richtet sich an Angehörige von Beratungs- und Heilberufe wie Psychotherapeuten, Sozialarbeiter, Heilpraktiker, Psychologen, Ärzte, Logopäden, Trainer, Berater und Interessierte, die das Verständnis ihres Arbeitsfeldes durch die Erfahrung und den Hintergrund des systemisch-phänomenologischen Ansatzes vertiefen und bereichern wollen. Voraussetzung sind Grundkenntnisse im Aufstellungsverfahren. Kenntnisse in systemischer Theorie und in systemisch-lösungsorientierter Gesprächsführung sind hilfreich.
Teilnehmende, die das Familienstellen als therapeutisch-beratende Arbeit ausüben möchten, sollten eine anerkannte Grundausbildung in einem Heil- oder Beratungsberuf besitzen und über Praxiserfahrung verfügen.
Die Bereitschaft zur Erarbeitung eigener Schwerpunkte sowie von Fachliteratur ist Voraussetzung, ebenso die regelmäßige Teilnahme an Intervisionsgruppen.
Ein Referat zu einem gewünschten Schwerpunkt sollte im Verlauf der Weiterbildung erarbeitet und gehalten werden.
Die Fortbildung umfasst 134 Unterrichtsstunden und gliedert sich in 6 Lehrseminare zu je 2 ½ Tagen und 5 Intervisionstreffen à 4 Unterrichtsstunden.
Die Seminare finden in Duisburg bzw. in der Umgebung von Duisburg statt.
Seminarzeiten: Freitag 14.00 – 18.00 Uhr, Samstag 10.00 - 18.00 Uhr, Sonntag 10.00 - 17.00.
Intervisionstreffen
Die Termine werden von der Intervisionsgruppe eigenverantwortlich festgelegt. Die zeitliche Dauer eines Treffens beträgt ca. 4 Unterrichtsstunden. Die Intervisionsgruppe bildet sich auf dem ersten Seminar.
Die Kosten der Weiterbildung betragen Euro 1320,-- Euro.
Die Kosten setzen sich zusammen aus 6 Lehrseminaren à 220,-- Euro.
Auf der verbindlichen Anmeldung kreuzen Sie bitte die gewünschte Zahlungsmodalität an.
Bei Zahlung mit Verrechnungsschecks: bringen Sie sechs undatierte Verrechnungsschecks à 220,-- Euro zum 1. Seminar mit. Die Schecks werden zu den einzelnen Lehrseminaren eingelöst.
Bei Überweisungen: Diese sind ca. 7 Tage vor den einzelnen Lehrseminaren zu tätigen.
Ein Bildungsscheck bzw. Prämiengutschein Ist vor der Anmeldung bei den zuständigen Stellen zu beantragen und mit der Anmeldung dann einzureichen. Der Bildungsscheck/Prämiengutschein tritt erst in Kraft wenn der Eigenanteil bezahlt wurde: 4 Überweisungen a`205,-- Euro ca. 7 Tage vor den ersten vier Lehrseminaren. Informationen zum Bildungsscheck und zu den Voraussetzungen dafür sind erhältlich bei den Volkshochschulen und unter: www.bildungsscheck.nrw.de
Bildungsscheck nrw
Die Systemischen Seminare Duisburg sind berechtigt, Bildungsschecks des Landes NRW anzunehmen. Über einen Bildungsscheck ermäßigen sich die Kosten für die Teilnehmenden erheblich. Informationen zum Bildungsscheck und zu den Voraussetzungen dafür sind erhältlich bei den Volkshochschulen und unter: www.bildungsscheck.nrw.de
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